BAföG oder Unterhalt

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 31. Januar 2014 - 22:20

Hallo,

folgende Situation liegt vor:

Student, 1. Semester, hat Unterhaltstitel über 597 €, wohnt alleine.

Vater drängt ihn, BaföG zu beantragen (er hat weiteres Kind, ist Selbstständiger, sagt, dass er zwischenzeitlich weniger Einkommen hätte).

Welches Risiko geht Sohn ein, wenn er BAföG beantragt? Sollte er Unterhaltsklage des Vaters gegen Titel abwarten und erst dann BAfög beantragen? Was hat der Vater davon, wenn Sohn BAföG beantragt?

Vielen Dank für die Bemühungen.

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Guten Abend,

Sie schreiben davon, einen Unterhaltstitel zu haben, aber auch zugleich, dass die Unterhaltsklage des Vaters gegen Titel abzuwarten ist. Wenn der Unterhaltstitel vorhanden ist, ist das ein vollstreckbarer Titel, die Klage ist beedet. Wieso muss der Student noch auf den Titel warten?

Gruß,

Roland

Guten Abend,

es liegt ein vollstreckbarer Titel vor. Will der Vater nun weniger zahlen, muss er ja eine neue Klage anstrengen, um die Höhe neu festlegen zu lassen. Da trägt dann der Vater die Prozeßkosten. Kann es nun sein, dass ein Bafög-Antrag des Sohnes nicht der einfachere Weg für den Vater ist, seinen Unterhalt festlegen zu lassen?

Herzlichen Gruß

Guten Morgen,

solange ein Unterhaltstitel vorliegt, ist diese auch fällig. Wenn der Student nun seinen BAföG-Antrag ausfüllt, muss er angeben, dass er einen Unterhaltstitel hat. Diesr wird dann in die Berechnung miteinbezogen, d.h. es kommt zu Kürzungen in seinem BAföG-Satz. Das BAföG schaut in der Regel nicht, ob der Unterhaltstitel stimmt, vielmehr auf die Summe, die dem Studenten gezahlt wird.

Nur in Fällen, wo die Eltern Ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen oder kein Unterhaltstitel besteht, kann das BAföG-Amt eingreifen und ggf. ein Verfahren gegeüber den Eltern einleiten.

Ist der Unterhaltstitel nicht mehr richtig, sollte diese abgeändert werden. Soweit ich weiß, ist eine Abänderung des Unterhaltstitel ab einer 10% Änderung der Unterhaltssumme möglich.

LG!

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