Datenschutzerklärung

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 14. Oktober 2013 - 14:01

Hallo, ich suche Rat.

ist eine Datenschutzerklärung zwingender Bestandteil eines Software-Kaufvertrages, und wenn ja, wie muss sie aussehen? Alle Muster, die ich bisher im Internet gefunden habe, bezogen sich ausschließlich auf die Daten von Webseiten. Bei der Software, die verkauft werden soll, handelt es sich aber um "Weiterverarbeitungs-Software", d.h. sie fungiert sozusagen nur als Durchlauferhitzer, denn für die Arbeit mit der Software werden keine personenbezogenen Daten benötigt und erhoben. Ich kann aber nicht verhindern, dass mir Namen, Adressen und dazugehörige e-mail-Adressen vom vorgelagerten System mitgeilt werden. Tropfen diese sozusagen durch, werden sie aber nicht gespeichert. Allerdings habe ich fetzenweise gehört, dass es ausreicht, wenn man allein schon Kenntnis von diesen Daten bekommt. Sind das überhaupt personenbezogene Daten? Die Adresse ist zwar eindeutig der Person zuordenbar, aber steht auch im Zweifel in jedem Telefonbuch.

Vielen Dankfür Ihre Antwort.

Noch keine Bewertungen

Hallo,

wir haben hoffentlich Rat :) Aber vorher noch eine Frage:

Werden die Daten in der Software in irgendeiner Art und Weise verarbeitet, gespeichert oder weitergereicht?

Üblicherweise sind Datenschutzerklärungen eher was für Webseiten und Apps, wo personenbezogene Daten eingegeben und gespeichert werden. Daher gibt es dazu viel im Internet. Bei sogenannten "Desktop-Anwendungen" ist das m.E. eher unüblich. Interessant ist da nur, was passiert mit den Daten. Dann kann man sicherlich dazu mehr sagen.

Name, Adresse und E-Mail sind übrigens personenbezogene Daten.

 

wow, erstmal vielen Dank. Ich hatte es schon befürchtet, dass die Definition der personenbezogenen Daten so eng gefasst ist.

Ja, leider werden die Daten weitergereicht, damit das nachgelagerte System damit weiterarbeiten kann. Wir haben das Unglück, dass wir in der Mitte hängen. Wir speichern aber nichts, wir schleusen nur durch. Hinzu kommt noch, dass bei uns weniger als 10 MA mit diesen Daten beschäftigt sind und wir sensible Daten keiner Vorabkontrolle unterziehen (gefährliches Halbwissen, hab ich irgendwo aufgeschnappt). Je mehr ich mich damit befasse, desto mehr Fragen tauchen auf. Wenn die Datenschutzerklärung Bestandteil des VT bleiben muss, muss sie von einem (externen) Datenschutzbeauftragten erstellt und unterschrieben  werden oder reicht die bloße Zusicherung, dass wir alles dafür tun, dass die Daten geschützt werden ?

Gruß

Ina

Also, mit den Antworten können wir schon mehr anfangen. Wenn personenbezogene Daten erhoben werden, muss angegeben werden zu welchem Zweck und was damit geschieht, bsp. ob sie an Dritte weitergegeben werden. Ist in dem Beispiel anscheinend nicht der Fall.

Eine Datenschutzerklärung muss definitiv nicht von einem Datenschutzbeauftragten gemacht werden. Aber überhaupt, dass eine Datenschutzerklärung Bestandteil eines Software-Vertrages sein soll, erscheint mir fragwürdig. Schließlich muss das von dem jenigen gemacht werden, der die Daten verarbeitet. Wenn ich das richtig sehe, sind Sie das gar nicht, sondern das Unternehmen, das die Software kauft. Die Datenschutzerklärung erklärt gegenüber dem Verbraucher, ob und welche Daten erhoben werden.

Da ich den Funktionsumfang der Software nicht kenne, kann ich nicht mehr sagen als, dass mir Notwendigkeit ausgesprochen fragwürdig vorkommt.

 

für Ihre Ausführungen. Das deckt sich mit meinen Vermutungen. Ganz besonders gefällt mir, dass die DS-Erklärung nicht vom DSB gemacht werden muss.

Schönen Abend noch

Ina 

JuraRat Newsletter

Erhalten Sie 1x monatlich unsere kostenlosen Rechtstipps!

Nicht gefunden, was Sie gesucht haben? Hier auf JuraRat kostenlos und schnell Frage stellen!