Kinderzuschlag rückwirkend zurückzahlen wegen neuem Elterngeldgesetz für Zwillinge?

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 13. Februar 2014 - 21:35

Hallo und guten Abend,

bestimmt kam diese Frage schon und ich weiß nicht, ob ich im falschen Forum bin, aber ich steige da noch nicht ganz durch.

Wir bekommen seit Mai 2013  für unsere Zwillinge, geboren im September 2012,  und mein acht Jahre alter Sohn Kinderzuschlag.

Wir bekommen für Zwilling 2 jetzt rückwirkend Elterngeld nachgezahlt.

Wird eine Rückzahlung wegen Überzahlung von Kindergeldzuschlag gefordert für alle neun Monate?

Wird das als Einkommen für alle drei Kinder angerechnet oder nur als Einkommen für Zwilling 2?

Zwilling 1 und 2 hatten sich das Elterngeld ja bis jetzt geteilt als Einkommen.

Der kindergeldzuschlag bestand und besteht auf  Vorbehalt von daher gehe ich stark aus das ich zurückzahlen muss.

In dem letzen Schreiben vom 14. Januar 2014 hieß es:

"Bisher wurde bei der Berechnung ein falscher Freibetrag für Ihr Elterngeld zu Grunde gelegt. Dieser Fehler musste nun ab Januar 2014 korrigiert werden. Der Freibetrag wird nun in Höhe von 150,00 Euro anstelle 300,00 Euro monatlich berücksichtigt. Es ergibt sich somit ein höheres verfügbares Einkommen. Kinderzuschlag wird für die Vergangenheit nicht zurückgefordert?

Aber warum musste ich dann nicht in diesem Fall zurückzahlen?

Über Antworten wäre ich sehr dankbar :-).

 

 

 

 

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Guten Morgen,

eine Rückzahlung wegen Überbezahlung von Kindergeldzuschlag für die vergangenen Monate wird nicht zurückgefordert.

Vielmehr wird die Elterngeldnachzahlung als Einkommen für die gesamten Kinder angesehen und bei der Berechnung des Kinderzuschlages berücksichtigt/angerechnet.

Auch hier gilt die Ausnahme wie beim Hartz IV hinsichtlich des Elterngeldfreibetrages i.H.v. 300,00 EUR bei vorheriger Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes. Falls keine vorherige Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes vorliegen sollte, entfällt der Elterngeldfreibetrag i.H.v. 300,00 EUR.

Die Nachzahlung des Elterngeldes wird ab dem Folgemonat auf sechs Monate als Einkommen angerechnet, sodass der Anspruch auf Kinderzuschlag sinkt.

Daher müssen Sie die Überbezahlung aus der Vergangenheit nicht zurückzahlen, die Nachzahlung des Elterngeldes wird vielmehr bei Ihrer Berechnung des Kindergeldzuschlages für die Zukunft berücksichtigt, dann gleicht sich das wieder aus.

Liebe Grüße

Haben den Bescheid bekommen.

Es ist so, wie Sie es gesagt haben.

Keine Rückzahlung.:-) Anrechnung nur für die Zukunft.

Vielen, vielen Dank. :-)

 

 

 

Hallo,

wie sieht es mit der Berechnung mit dem Wohngeld aus.

Die Dame vom Amt sagt nach dem Zuflussprinzip gilt das vom Wohngeld nicht, sondern nach Paragraph 15 vom Wohngeldgesetz, es wird dem Einkommen zugerechnet.

Sprich 2011 kamen meine Zwillinge - Febr. 2014 kam die Elterngeldnachzahlung (sofortige Meldung bei dem Amt).

Jetzt Jan. 2015 kam die Rückforderung von Sep. 2011 bis Sept.2014.

Warum gilt hier nicht das Zuflussprinzip? Da dieses "Einkommen" mir definitiv 2011 nicht zur Verfügung stand, sondern erst Feb. 2014 - somit wäre es für mich klar, dass ich von Febr. 2014 bis Sept. 2014 kein Wohngeld mehr erhalte. Aber warum jetzt die Rückberechnung?

Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Liebe rose512,

meinen Sie, dass das Wohnungsamt von Ihnen das Geld zurückfordert?

Elterngeld wird bei der Berechnung von Wohngeld mitberechnet. D.h. es gilt hier als Einkommen. Jedoch nur insoweit, dass es den Freibetrag i.H.v. 300,00 EUR übersteigt. 300, 00 EUR bleiben hier jedoch pro Zwilling anrechnungsfrei.

Sie sollten jedoch auch nachschauen, ob das Wohnungsamt - falls Sie dies auch meinen - Ihnen tatsächlich auch in der Vergangenheit wegen der Rückzahlung des Elterngeldes bereits noch nichts abgekürzt hat. Schauen Sie daher sorgfältig in Ihre alten Bescheide und überprüfen Sie das Schreiben vom Wohnungsamt wegen der Rückforderung. Falls Sie die Rückforderung nicht verstehen, können Sie das Wohnungsamt auch darum bitten, Ihnen das sorgfältig zu erläutern, damit Sie es nachvollziehen können und falls Sie eine andere Rechnung der Rückforderung erhalten, können Sie das Amt darum bitten, den Bescheid nochmals zu überprüfungen. Sie stellen einen Überprüfungsantrag.

 

Liebste Grüße,

Melanie

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