Kündigung wegen Verlagerung?

Gespeichert von t.nuhr am 5. April 2016 - 11:02

Nehmen wir mal an, ein Unternehmen hat seine Produktion ins Ausland ausgelagert, um beispielsweise Kosten zu sparen. Die Mitarbeiter aus der Produktion und Fertigung werden daraufhin betriebsbedingt gekündigt. 

Wenn das Unternehmen seine Verwaltung z. B. weiterhin in Deutschland betreibt, müsste diesen Mitarbeitern dort nicht eine Stelle angeboten werden? 

Ich frage wegen diesem Urteil:

Bei Verlagerung der Produktion ins Ausland kann eine Kündigung aus betrieblichen Gründen i.S.v. § 1 Abs. 2 S. 1 KSchG gerechtfertigt sein. Gem. § 23 Abs. 1 KSchG ist der erste Abschnitt des Kündigungsschutzgesetzes nur auf in Deutschland liegende Betriebe anzuwenden. Die Verpflichtung des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer an einem anderen, freien Arbeitsplatz im selben oder in einem anderen Betrieb des Unternehmens zu beschäftigen, bezieht sich grundsätzlich nicht auf im Ausland gelegene Betriebe des Unternehmens. 

Quelle: http://www.unsere-kanzlei.de/aktuelles/newsdetails/jahr/2016/februar/mel...

Wenn dem so ist, warum bieten einige Konzerne dies trotzdem ihren Mitarbeitern an, schließlich könnten sie diese Mitarbeiter ja einfach kündigen, die Verwaltung so belassen wie es ist und gleichzeitig Mitarbeitern im Ausland weniger zahlen. Schließlich ging es ja ursprünglich darum, kosten zu sparen. 

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