Mahngebühren

Gespeichert von Jana Angi am 18. Juli 2014 - 7:17

Hallo Zusammen,

auf Grund des Todesfalls eines sehr nahestehenden Menschen, bin ich hier einige Monate nur in Trauer versunken. Dadurch bedingt, ist mir eine Zahlung völlig durchgegangen. Nun erhielt ich einen Mahnbescheid für eine ursprüngliche Forderung i. H. v. 79,20 €, hinzu kommen aufgeführt Gerichtskosten i. H. v. 32,00 €.

Bis dahin auch alles nachvollziehbar. Dann kommen hinzu RA/Rechtsbeistandsgebühr 15,75 €, Auslagen 9,00 €, Auskünfte 1,40 €, Inkassokosten 70,20 €, Anwaltsvergütung 70,20 € und Zinsen in Höhe von 0,88 € (die wiederum für mich nachvollziehbar sind). Wieso sind hier 2 X RA-Gebühren enthalten und was bedeuten Inkassogebühren in gleicher Höhe wie die 2. RA-Gebühren? Mal abgesehen von 9,- € Auslagen und 1,40 € Auskünfte, die ich auch nicht nachvollziehen kann. Für Ihre Hilfe wäre ich sehr, sehr dankbar!

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Guten Morgen Jana Angi,

vom wem haben Sie das Schreiben erhalten? Vom Inkassounternehmen oder vom Rechtsanwalt?
Wie viele Mahnungen/Zahlungserinnerungen habem Sie vor dieser Rechnung erhalten?

Wie viel Zeit ist zwischen dem Verzug und der Begleichung der Rechnung vergangen?

Was war das für eine Rechnung? Waren Sie tatsächlich in Verzug? Das wären Sie bspw. wenn entweder ein Termin zur Zahlung im Vertrag enthalten war oder wenn Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten haben mit einem Datum.

Viele Grüße

Guten Morgen Justus,

das Schreiben ist ein Mahnbescheid vom AG, welches ein RA veranlasst hat.

Es war der Warenlieferung Ende März oder Anfang April d. J. eine Rechnung beigefügt. Ich habe die Überweisung aber in meiner Trauer selber verpennt. Das muss ich mir schon wirklich selber anlasten.

Ich kann mich nur schwach an eine Zahlungserinnerung per Mail, vom Gläubiger selber, erinnern. Mehr kam definitiv nicht. Dann jetzt dieser Mahnbescheid. 

 

Viele Grüße

Es kommt einzig und allein darauf an, ob Sie in Verzug ware . Da ich die Einzelheiten nicht kenne, würde ich Sie auf den folgenden Forumbeitrag verweisen:

http://jurarat.de/rechtsanwaltsgebuehren

Es geht darum, dass viele Unternehmen den Kunden nicht wirksam in Verzug setzen mit der Zahlungspflicht. Falls es auch so bei Ihnen sein sollte, müssten Sie die Gebühren nicht begleichen. Was die einzelnen Kosten anbelangt, können Sie einen Widerspruch bzgl. der Höhe der Gebühren einlegen und ggf. um Nachsicht mit ihrer persönlichen Situation bitten.

Hallo Justus,

vielen Dank für Ihre Informationen. Allerdings bleibt da - ungeachtet der Verzugsfrage - dennoch die Frage nach den Gebühren, die im MB aufgeführt wurden. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb hier 2 x RA-Gebühren aufgeführt wurden und was hinter den Inkassogebühren steckt. VlG

 

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