Mahnung

Gespeichert von ClaudiaPuch am 12. Juni 2015 - 2:44

Hallo,ich bin Fernmitglied in einem Golfclub, habe eine Zahlungsaufforderung erhalten, ohne dass meine Mitgliedskarte (wie üblich) beigefügt war. Erhielt dann eine Mahnung, auf die ich per Email und Anruf (Leider Anrufbeantworter ) mit der Bitte um Übersendung der Karte reagierte. Es erfolgte keine Rückmeldung. Nun habe ich ein Anwaltschreiben erhalten.Es geht um einen Betrag in Höhe von 250 € , nun soll ich 345,77 €bezahlen. Mahnspesen 10 € Zinsen, 2,23€ zzgl. Anwaltkosten in Höhe von 83,54 €. Gibt es aktuelle Urteile zu diesem Thema? Ist das rechtens?

Freue mich über jede hilfreiche Rückmeldung!

Claudia

Noch keine Bewertungen

 

Guten Morgen  Claudia,

die Anwaltskosten sind bei Zahlungsverzug leider durch den Schuldner zu übernehmen.

Fraglich ist bei Ihnen, ob Sie sich tatsächlich in Zahlungsverzug befunden haben. Da ich die Einzelheiten zu Ihren Fall nicht kenne, kann ich nicht genauer darauf Bezug nehmen.

Hat der Golf Clubs Ihnen auf Ihre Schreiben geantwortet? Was haben Sie im Falle des Nichtantwortens des Golf Clubes gemacht? Haben Sie sich bemüht persönlich mit dem Clubs zu sprechen?

Positiv ist, dass Sie überhaupt Kontakt aufgesucht haben. Sie sollten eine Kopie der e-Mail sowie das Datum der Sprachnachricht auf dem Anrufbeantworter per Widerspruch auf das Anwaltschreiben reagieren. Und Ihre Bedenken gegenüber der Rechnung mitteilen.

Was mit den Mahnwesen gemeint ist, ist mir persönlich nicht bekannt. Auch hinsichtlich dessen sollten Sie den Anwalt um Aufklärung bitten und ggf. auch mit Ihrem Golf Clubs sprechen.

Im Falle eines tatsächlichen Zahlungsverzug müssen Sie leider die Anwaltskosten tragen.

Guten Morgen Roland, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin im Verzug mit der Zahlung, habe aber auch die Ware (Mitgliedskarte) nicht erhalten. Ich habe jetzt eine weitere Anfrage per Mail gestartet - mit korrekter Adresse- aber diese werden anscheinend nicht geöffnet. Also ist es rechtens nach der ersten Mahnung bereits Anwaltkosten zu berechnen? Schock!

Mit lieben Grüßen

Claudia

Die Mahnung einschließlich der Anwaltskosten ist mit dem Zeitpunkt des Verzuges rechtmäßig.

Da Sie - wie Sie beschriebenen haben - noch nicht die Mitgliedskarte erhalten haben, ist fraglich, ob Sie erst zahlen müssen, nachdem Sie die Karte erhalten haben oder bevor Sie diese erhalten haben. Oftmals sind diese beiden Handlungen voneinander rechtlich zu trennen. Die Übergabe der Karte ist unabhängig von der Überweisung des Beitrages - beide Handlungen stellen zwei Rechtsgeschäfte dar. Daher müssen Sie auch vor dem Erhalt der Karte die Beiträge zahlen, falls Sie vertraglich die Mitgliedschaft vereinbart haben.

Gruß,

Roland

JuraRat Newsletter

Erhalten Sie 1x monatlich unsere kostenlosen Rechtstipps!

Nicht gefunden, was Sie gesucht haben? Hier auf JuraRat kostenlos und schnell Frage stellen!