Möchte mein Haus an meine Tochter per Schenkung übertragen und bin Hartz IV Empfänger

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 31. März 2012 - 1:28

Guten Abend. Ich bin seit 3 Jahren Hartz IV Empfänger. Meinem Mann und mir gehört ein Einfamilienhaus, das wir vor unserer Arbeitslosigkeit erworben und selber abbehalt haben. Wir erhalten natürlich keinen Mietzuschuss von der ARGE.

Nun möchten wir unser Haus an unsere Tochter vererben bzw schenken. Sie würde uns im Gegenzug ein lebenslanges Wohnrecht in dem Haus einräumen. Rein finanziell würde das für das Arbeitsamt keinen Unterschied machen. Aber dürfen wir rechtlich gesehen das Haus per Schenkung übertragen oder müssen wir mit juristischen Konsequenzen rechnen? Danke für die Antwort.

Noch keine Bewertungen

Wenn Sie das Haus selber finanziert haben und durch die Schenkung ihre Bedürftigkeit nicht selbst herbeiführen, dann darf das Arbeitsamt gar nicht dagegen machen. Es ist ihr Vermögen und sie dürfen es schenken, wem Sie möchten.

Es ist allerdings sehr wichtig, dass Sie durch die Schenkung nicht bedürftig werden. In dem Fall kann das Arbeitsamt nämlich verlangen Schenkungen bis zu zehn Jahre danach rückabwickeln zu lassen.

Einen Mietzuschuss werden Sie also weiterhin nicht erhalten.

Und mein Tipp an Sie: Lassen Sie Ihr lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen. Damit sind SIe doppelt abgesichert: a) dann dürfte dei ARGE keine EInwände haben und b) wenn Sie sich mit Ihrem Nachwuchs zerstreiten, auch wenn es noch so unwahrscheinlich sein mag, dürfen Sie in dem Haus wohnen und landen nicht auf der Straße.

JuraRat Newsletter

Erhalten Sie 1x monatlich unsere kostenlosen Rechtstipps!

Nicht gefunden, was Sie gesucht haben? Hier auf JuraRat kostenlos und schnell Frage stellen!