Neue Gesetze ab 2015 - Alle Gesetze - Übersicht - was ändert sich in 2015

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25 November 2014 - 10:00
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Tim Reckmann / pixelio.de

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer wurde im Kapitalertragsteuer-Abzug neu geregelt.

Bisher war es so, dass ein Antrag bei der Bank gestellt werden musste, damit diese die Kirchensteuer abführen könnte (Einzelantrag). Die Abführung der Kirchensteuer erfolgte gemäß den Angaben des Antragstellers.

Nun ist es so, dass die Banken verpflichtet sind für jede im Inland steuerpflichtige natürliche Person bei vorliegender Kirchensteuerpflicht die Kirchensteuer ohne Einzelantrag abzuführen. Dazu fragt die Bank automatisch beim „Bundeszentralamt für Steuern“ nach der Steueridentifikationsnummer und nach den Kirchensteuermerkmalen des Bankkunden gem. § 51 a Abs. 2 c Einkommensteuergesetz.

Widerspruch gegen die automatische Erhebung von Steuerdaten

Wenn Bankkunden nicht wollen, dass ihre Bank über sie Daten beim Bundeszentralamt für Steuern erhebt und auf diese Weise die Religionszugehörigkeit ermittelt, können die Bankkunden hiergegen beim „Bundeszentralamt für Steuern“ Widerspruch einlegen, damit das Amt die Hergabe der Kirchensteuermerkmale nicht an die Banken weiterleitet. Bankkunden können dafür das Widerspruchsformular des Bundeszentralamtes für Steuern ausfüllen und abschicken:

https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=498D81F79489E13902EC

Der Widerspruch kann bis zum 30. Juni des Jahres fristgerecht eingelegt werden, um für das Folgejahr zu wirken.

Bei einem Widerspruch und dem Bestehen einer Kirchensteuerpflicht muss die Person sodann eigenständig die Kirchensteuer abführen.

Die strafbefreiende Selbstanzeige gem. § 371 Abgabeordnung

Die strafbefreiende Selbstanzeige wird ab 2015 teurer.

Bei einer Steuerhinterziehungssumme von 25.000 EUR  muss ein einmaliger Strafzuschlag von zehn Prozent zu den zusätzlich fälligen Zinsen gezahlt werden.

Ab einer Summe von 100 000 EUR steigt der Zuschlag auf 15 Prozent. Ab 1 000 000 EUR auf 20 Prozent.

Bisher war dies erst ab 50 000 EUR der Fall, wo ein Strafzuschlag von fünf Prozent erhoben wurde.

Zudem verlängert sich der Zeitraum der Offenlegung der Angaben von fünf auf zehn Jahre. Das heißt offenbart jemand seine Steuerhinterziehung, bedeutet das, dass Steuern, die mehr als fünf Jahre vor der Selbstanzeige hinterzogen worden sind, künftig nicht mehr verjährt sind.

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