Hallo Zwillingsmama,

gern geschehen. Um ehrlich zu sein wird alles im Monat gepfändet, was über der Pfändungsfreigrenze und dem Elterngeldfreibetrag liegt. So kann ich mir das vorstellen.

Bei der Insolvenz wird das Elterngeld bis zum Elterngeldfreibetrag nicht gepfändet, d.h. für jeden Zwillingskind á 300,00 EUR soweit ich den Gesetztext verstehe (gem. § 54 Abs. 3 Nr. 1 SGB I).

Jedoch würde ich alles mit dem Insolvenzverwalter so schnell wie möglich besprechen, da dieser Ihre Situation am besten einschätzen kann. Da aufgrund von § 54 Abs. 3 Nr. 1 SGB I das Elterngeld i.H.v. des Elterngeldfreibetrages nicht gepfändet werden kann, wenn es für einen Zeitraum in der Vergangenheit nachgezahlt wird, so müssten Sie theoretisch das Geld erstmals behalten und ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Haben Sie die Nachzahlung verbraucht, so könnn Sie wieder Hartz IV beantragen.

Über den Ausgang Ihres Gespräches beim Jobcenter wäre ich sehr gespannt und würde mich darüber freuen, wenn Sie die Informationen hier im Forum mit uns teilen würden.

Die Tabelle, die ich Ihnen zu § 850 Abs. 3 ZPO eingefügt habe, zeigt Ihnen wo Ihre Pfändungsfreigrenze bei drei Unterhaltspflichtigen steht bei dem Einkommen, welches Sie aufweisen.

Viele Grüße,

Justus