Üble Nachrede und Rufschädigung

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 6. März 2014 - 8:54

Person A erzählt Person B, dass Person D im Gefängnis war wegen Sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener. Person B fragt bei Person C nach, ob das stimmt - ohne aber den Namen von Person A in den Mund zu nehmen. Person C fragt, ob das von Person A kommt, Person B sagt dazu aber nichts.

Person C erzählt Person D dies und jetzt droht Person D Person A mit einer Klage wegen übler Nachrede und Rufschädigung. 

Person D ist wegen dem Missbrauch verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen. 

Was droht Person A jetzt? 

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Soweit hier ersichtlich ist, hat Person A lediglich eine Wahrheit an Person B weiter erzählt.

Eine Wahrheit weiter zu erzählen, erfüllt weder den strafrechtlichen Tatbestand einer üblen Nachrede oder einer Verleumdung (Rufschädigung).

Daher droht der Person A keine Strafe.

Es sei denn A erzählt unwahre Tatsachenbehauptungen über D ohne genau zu wissen, ob diese Tatsachenbehauptung der Wahrheit entspricht oder nicht. Zudem müsste die Tatsachenbehauptung einen ehrverletzenden Charakter inne haben, damit eine Strafbarkeit in Betracht kommen könnte.

Gruß,

Roland

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