Versuchter Betrug und/oder Urkundenfälschung?

Gespeichert von pschlobi am 13. Februar 2015 - 17:15

Am 3.7.2014 wurde der Geschäftsführerin des Vereins V Frau X seitens des Vorsitzenden Herrn B eine veränderte Arbeitsplatzbeschreibung zur Unterschrift vorgelegt (von 50 auf 30 Prozent gesenkter Anteil „Geschäftsführertätigkeit“). Diese hätte (a) eine Rückstufung für die Geschäftsführerin in der TVÖ-Eingruppierung zur Folge gehabt; (b) das Dokument war im Namen des Hauptvorstands (bestehend aus 5 Mitgliedern) von Herrn B unterschrieben, ohne dass der Hauptvorstand in irgendeiner Weise darüber informiert worden war; (c) das Dokument war rückdatiert auf den 8.3.2014. Frau X lehnte das Unterschreiben des Dokuments ab.

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Guten Abend pschlobi,

ein interessanter Fall, den Sie schildern. Sie beinhaltet jedoch keine Frage.

 

Gruß,

Roland

Doch, in der Überschrift - liegt hier ein Fall von Urkundenfälschung und/oder versuchtem Betrug vor?

Falls der gesamte Vorstand über die Vertragsänderung entscheiden müsste, hier jedoch nur der B gehandelt hat und die Unterschriften für die anderen Mitglieder des Vorstandes - ohne eine Vollmacht - gesetzt hat, könnte er sich wegen Urkundenfälschung strafbar gemacht haben.

Bei dem Betrugsversuch ist es etwas problematisch, da eine Täuschung über das Vermögen vorliegen müsste.

Um das genauer beurteilen zu können, müsste jedoch der konkrete Sachverhalt vorliegen.

 

Gruß,

Roland

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