VKH wegen Bausparer abgelehnt

Gespeichert von fipsie83 am 20. Februar 2015 - 9:52

Hallo,

 

folgendes Problem:

mein Anwalt hat zusammen mit dem Scheidungsantrag Verfahrenskostenhilfe beantragt. Ich habe dort angegeben, dass ich ein Bausparguthaben von 6000 Euro habe, dieses aber am 1.6. an meinen Mann zahlen muss. Dass er das Geld von mir bekommt, wurde notariell festgeschrieben. Es steht nur nicht explizit drin, dass es vom Bausparer kommt. Sonst besitze ich aber kein Vermögen.

 

Ich schulde ihm das Geld, weil er an meinem Haus viel Eigenleistung erbracht hat. Dass ich das Bausparguthaben nicht für mich nutzen kann, interessiert das Gericht allerdings nicht. Die sagen ich habe Vermögen und mit dem soll ich die Verfahrenskosten selbst bezahlen? Was kann ich jetzt noch tun? Ansonsten habe ich überall Schulden und auch das Haus ist hoch belastet.

Direkt abgelehnt wurde der VKH Antrag noch nicht, aber das AG hat dem Anwalt einen Brief geschrieben, dass es nicht als Schonvermögen angerechnet wird.

Habe überlegt den Scheidungsantrag zurück zu ziehen bzw. ruhen zu lassen und die Scheidung mit neuem VKH-Antrag ab April einzureichen. Da habe ich dann keinen Bausparer mehr und zusätzlich noch neue Schulden, da ich ab da meinem Mann monatlich auch noch Geld geben muss.

 

Was könnt ihr mir raten oder was denkt ihr wie meine Chancen aussehen doch noch VKH zu bekommen?

 

Danke schon mal für eure Antworten.

 

 

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Liebe fipsie83,

was sagt denn Ihr Anwalt dazu? Schließlich berät er Sie doch, oder?

Können Sie das Geld nicht jetzt schon an Ihren Mann überweisen?

Ansonsten klingt das soweit gut, wie Sie es dargelegt haben. Etwas anderes fällt mir auf Anhieb auch nicht ein.

 

Liebste Grüße,

Melanie
 

Das Geld bekomme ich erst am 01.04.2015 vom Bausparkonto überwiesen.

Mein Anwalt ist noch sehr jung und hat wenig Erfahrung mit VKH. Sonst hätte er mich darauf hingewiesen, die Scheidung erst später einzureichen.

Es ist alles sehr ärgerlich, denn mir wäre es ja egal gewesen, wann die Scheidung ist. Hauptsache ich muss dafür keinen Kredit aufnehmen.

Wenn ich jetzt nach dem VKH Antrag Geld ausgebe oder quasi verschwinden lasse, interessiert das leider niemanden mehr.

Wenn ich den Scheidungsantrag zurück nehme, kostet mich das um die 800 Euro. Die ganze Scheidung kostet aber nur ca. 1200 Euro, weil mein Mann die Hälfte bezahlt. Das heißt, wenn ich den VKH-Antrag mit der Scheidung im April neu einreiche, spare ich höchstens 400 Euro und das wird der Aufwand nicht wert sein.

Hat jemand eine Lösung für mich? Oder Erfahrung in so einer Sache?

Vielleicht ist es möglich eine Ratenzahlung zu vereinbaren und monatlich diese zurückzuzahlen? Wäre das für Sie eventuell eine Möglichkeit?

Oder Ihr Mann zahlt auch für Sie. Wenn Sie so überschuldet sind, wieso haben Sie noch kein Insolvenzverfahren eröffnet.

 

Liebste Grüße,

Melanie

Ich bin nicht überschuldet. Das Geld reicht eben nur gerade mal für Hausrate, Lebensmittel, Versicherungen usw.

Es bleibt nichts übrig um zu sparen.

Mein Mann bekommt das Geld in voller Summe. Dazu noch monatlich Geld die nächsten 5 Jahre.

Mit dem Gericht kann man keine Ratenzahlung vereinbaren. Die bekommt man mit VKH bewilligt oder nicht. In meinem Fall wegen Bausparer dann wahrscheinlich eher nicht.

 

Ich hatte gehofft hier ein paar Juristen zu finden, die mir Tipps geben können oder einschätzen können ob ich noch Aussicht auf VKH habe.

 

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