BaföG/Überschreitung der Förderungshöchstdauer wegen Kindererziehung

Gespeichert von bookyaner am 5. Februar 2017 - 12:06

Guten Tag,

ich befinde mich derzeit im letzten Semester Humanmedizin und meine Regelstudienzeit endet im Mai/Juni 2017 mit Vollendung des dritten Staatsexamen. Ich habe im Dezember beim BaföG-Amt einen Antrag auf Überschreitung der Förderungshöchstdauer wegen Kindererziehung (ich bin Vater des Kindes) gestellt, welcher mit nachfolgender Begründung abgelehnt wurde:

"Ihrem Antrag auf Überschreitung der Förderungshöchstdauer wegen Kindererziehung wurde nicht stattgegeben, da die Geburt des Kindes (30.Oktober 2016) erst kurz vor Erreichen der Regelstudienzeit (Mai 2017) erfolgte, und somit nicht ursächlich für die Überschreitung der Förderungshöchstdauer sein konnte."

Laut BaföG-Verordnung ist die Überschreitung der Förderungshöchstdauer wegen Kindererziehung bei Kindern bis 10 Jahre um ein Semester möglich. Die Eltern des Kindes müssen in Außnahmen die Aufteilung der Erziehungszeiten dalegen.

Meine Frau befindet sich noch bis September 2017 in Elternzeit. Daher stelle ich mir die Frage wie Sinnvoll ein Widerspruch des Antrages ist bzw. wie flexibel die Verlängerung der Förderungshöchstdauer rechtlich gehandhabt wird? Ist die Begründung des Antrages rechtsgültig? Das Staatsexamen mit der Prüfungsvorbereitung gehört doch ebenso zum Studium wie alle weiteren Module und ist es daher nicht irrelevant zu welchem Zeitpunkt ein Verlängerungsgrund (welcher gesetzlich geregelt ist) ursächlich wird?

Vielen Dank für die Hilfe.

Mit freundlichen Grüße,

Günter

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