Musterschreiben Kündigung wegen Eigenbedarf

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 11. März 2012 - 10:47

Guten Morgen! Könnte mir bitte jemand ein Musterschreiben hinsichtlich einer Kündigung bzgl. Eigenbedarf verfassen? Ich habe gehört, man muss in der Hinsicht auf viele Kleinigkeiten achten, damit die Kündigung rechtswirksam ist. Herzlichen Dank schon einmal. Gruß, Günther Anmerkung der Moderation: Beispieldatei wurde hinzugefügt

Nachtrag: Falls jemand noch einige berechtigte Gründe für den Eigenbedarf wissen möchte, kann das hier nachlesen: http://www.jurarat.de/moegliche-gruende-fuer-ein-berechtigtes-interesse-...

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Hallo Susana,bitte machen Sie sich die Mühe und lesen die obigen Beiträge durch. Diese allgemeine Frage wurde im Verlauf dieser Diskussion schon sehr ausführlich beantwortet (einschl. Musterschreiben).HU

hallo,meine Frau und ich haben letztes Jahr im September geheiratet, gleich danach haben wir uns eine Wohnung gekauft und jetzt wollen wir Eigenbedarf anmelden, sprich eine Kündigung wegen Eigenbedarf an den jetzigen Mieter schrieben, bloß habe ich ein Problem mit der Formulierung wegen dem Grund warum wir Eigenbedarf wollen, meine Frau und ich wohnen zur zeit noch bei meinen Eltern in einem Zimmer, wollen natürlich auch selbständig wohnen und auch eine Familienplanung natürlich.jetzt weiß ich nicht was ich genau schreiben soll, könnt ihr mir bitte helfen den Grund zu formulieren??MfG

 Hallo.Ich brauche dringend Hilfe.Ich habe mich durch die Beiträge gelesen, aber nicht so richtig eine Lösung gefunden. Ich hoffe Sie können mir helfen. Ich bin die Tochter des Vermieters und als Verwalter eingesetzt, da ich selber in dem Mietshaus wohne und somit direkter Ansprechpartner für die Mieter bin. Nun habe ich einen Mieter in einer WG, den ich aus mehreren Gründen aus dem Haus haben will. Zum einen hat er von mir bereits eine Abmahnung wegen "Störung des Hausfriedens" wegen lauter Musik bekommen. Er hält sich nicht an die Hausordnung, trennt den Müll nicht, raucht in einer Nichtraucher WG, trotz vertraglicher Vereinbarung, dass Rauchen im eingenen Zimmer und in den Gemeinschaftsräumen nicht gestattet ist. Bei der letzten Party wurden Zigarettenkippen aus dem Fenster in den Garten geworfen (ganzer voller Aschenbecher). Der Mieter hört z.B. am Wochenende fortlaufend Musik mit Bass/Subwoofer von 9 Uhr morgens bis abends 18.00 Uhr ohne Einhaltung der Ruhezeiten. (Was bedeutet zumutbare Zimmerlautstärke? Is es zumutbar den Bass anhören zu müssen?). Laut Mietvertrag ist der Mieter zum reinigen des Treppenhauses verpflichtet, auch dies geschieht nicht. Eine nachträglich veröffentlichte Hausordnung wurde von ihm nicht schriftlich akzeptiert. Soviel zum ersten Grund. Leider habe ich kein polizeiliches Protokoll, da ich versucht habe die Polizei nicht mit einzuschalten.Es sei noch zu erwähnen, dass er einen befristeten Mietvertrag bis 31.03.13 hatte und im Mietvertrag drinnen steht, dass Eigenbedarf nach Ablauf des Mietvertrages besteht. Das wäre dann Kündigungsgrund Nummer 2. Da wir selber im 3 OG wohnen und dieses Zimmer im 2. OG ist, benötigen wir es, da wir im Rahmen von Renovierungsarbeiten unsere Möbel auslagern müssen und es unzumutbar wäre die Möbel bis in den Keller zu tragen, da wir noch einen 8 monate alten Säugling haben den wir beaufsichtigen müssen.So. Nun endlich meine Frage: Ich will diesen Mieter schnellstmöglich raus haben. Ich will ihm kein anderes Zimmer anbieten (wenns wegen Eigenbedarf wäre). Kann ich 2 Kündigungsgründe kombinieren, um die Kündigung so wasserdicht wie möglich zu bekommen? Fristlose Kündigung mit vorausgegangener Mahnung? Wie müsste dieses Kündigungschreiben aussehen? Wäre dankbar für jede Musterkündigung. Übrigens wird der Vermieter die Kündigung aussprechen.Ich bitte dringend um Hilfe.Danke in voraus.

Hallo,bitte beachten Sie, jemanden wegen Eigenbedarf zu kündigen obwohl die wahren Gründe andere sind, ist strafbar. Sie müssen dann mit großen Konsequenzen rechnen, sollte man das rauskommen. Daher rate ich Ihnen dringend nur dnan Eigenbedarf anzumelden, wenn es wirklich so ist, d.h. auch den Mieter eine Alternativwohnung zur Verfügung zu stellen, wenn eine frei ist. Sonst kommen auch noch Schadenersatzansprüche dazu.Wenn jemand seinen Pflichten nicht nachkommt, sollten Sie diesen zuerst abmahnen und anschließend ordentlich kündigen, wenn sein Verhalten dadurch nicht besser wird. Fristlose, d.h. außrordentliche Kündigungen sind nur in besonderen Fällen möglich. Zwei Kündigungsgründe sorgen nicht dafür, dass die Kündigung wasserdicht wird, sondern bewirken ironischerweise genau das Gegenteil. Wenn der Mieter Probleme macht, einfach abmahnen. Macht er es weiter, ordentlche Kündigung aussprechen. 

Hallo!Ich benötige Hilfe! Ich besitze ein Einfamilienwohnhaus mit einer Einliegerwohnung. Die Dachgeschosswohnung (ca. 120 qm) ist vermietet (Mutter mit Kind). In der Einliegerwohnung (ca. 60 qm) wohne ich. Die Dachgeschosswohnung habe ich seit 2011 vermietet aus dem Grunde, weil meine Mieterin eine "Übergangswohnung" für ca. 1 bis 1 1/2 Jahre benötigt hat (für die Zeit der Fertigstellung einer Eigentumswohnung). Nun ist die Dachgeschosswohnung schon fast 2 Jahre vermietet.Mein Lebensgefährte und ich möchten nun gerne zusammen wohnen, jedoch war es geplant die Dachgeschosswohnung zu renovieren und dort zusammen zu leben.  Allerdings verzögert sich unsere Planung immer mehr, da wir nicht wissen wann der Auszug meiner Mieterin ansteht.Kann ich ihr nun wegen Eigenbedarf aus Gründen des Platzmangels kündigen?Vielen Dank schon im Voraus.Freundliche Grüße

Ich habe zum 01.01. ein kleines Einfamilienhaus von 80 qm ca 3 Zimmer gekauft. Ich bin alleinerziehend mit einer 2-jährigen Tochter. Vor Kauf wurde mit der Mieterin besprochen, dass sie schnellstmöglichst auszieht. Da für mich der Kauf nur in Frage kam, wenn die Mieterin keine Probleme macht hatte ich dies mündlich mit ihr abgeklärt. Sie wäre sowieso auf Wohungungssuche usw., da ihre volljährige Tochter zu studieren beginnt.  Seit dem ich die neue Eigentümerin bin schob sie immer wieder Gründe vor, sie finde keine Wohnung , sie kann sich keinen Makler leisten usw.  Ich habe ihr bereits im Februar auf 30.06. ordnungsgemäß gekündigt, mit der Begründung, dass ich das Haus für mich und meine Tochter benötige, da ich  selbst in einer Mietwohnung wohne und die doppelte Belastung für mich auf Dauer nicht zu tragen ist. Am letzten Widerspruchstag kam ein Einschreiben,  der Kündigung wurde nicht ausdrücklich widersprochen, sondern nur dass sie mir mitteilt, dass sie keine vergleichbare Wohung findet und sich die Maklergebühren nicht leisten kann. Ich selber hab meine Wohnung am 29.4. gekündigt, da eine Doppelbelastung von 2-3 Monatsmieten für mich kaum tragbar ist, fälschlicherweise in der Annahme, dass nach 2 Monaten kein Widerspruch von ihr kommt. Meine Frage, muss ich das als Widerspruch verstehen? Nach Rücksprache mit meinen Vermietern, kann ich die Kündigung nicht zurücknehmen, da diese bereits am gleichen Tag mit Eingang des Schreibens an einen Makler zur Weitervermietung gegeben wurde. Somit sitze ich wenn Sie tatsächlich nicht am 30.06 auszieht ab 01.08. selber ohne Wohnung da. Welche Möglichkeiten habe ich denn nun, sollte Sie tatsächlich keine Wohnung finden. Vielen Dank für Ihre Antwort schon jetzt. Freundliche Grüße

Hallo Liza,erstmals tut es mir sehr leid für Sie und Ihr Kind, dass dieser Sachverhalt, der anfänglich  unproblematisch erschien, so endet.Ich würde Ihnen raten, sich schnellstmöglich einen Rechtsbeistand zu suchen und ihn genau diesen Fall zu erläutern, sonst könnte es tatsächlich sein, dass Sie auf der Straße sitzen.Es ist schade, dass Sie lediglich mündlich die Bestätigung von Ihrer Mieterin haben, die "sowieso ausziehen will" - dies führt dazu, dass es bei der Beweislast für Sie schwierig aussieht darauf Bezug zu nehmen und letztlich ist der Grund, den Ihre Mieterin hier anführt, dass sie einfach keine Wohnung findet, ein anerkannter Sozialhärtefall nach § 574 BGB. Demnach liegt nämlich eine Härte vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann. Hier würde ich jedoch als Vermieterin sehen wollen, wo die Bemühungen meiner Mieterin liegt. Letztlich kann sie dies ja auch nur erzählen, um mich dahin zu halten.Falls dies jedoch stimmen sollte, dann sieht es nicht allzu gut für Sie aus. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem derzeitigen Vermieter reden, ob er Sie nicht für einige Monate länger in seiner Wohnung wohnen lassen könnte. Andernfalls müssten Sie sich eine neue Unterkunft suchen müssen.Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,viele Grüße,Bea

Hallo!

Vielen Dank erstmal für das tolle Musterschreiben. Bei uns liegt folgender Sachverhalt vor. Wir haben ein 3-Familienhaus. Das EG bewohnen wir selber. Die beiden anderen Wohnungen sind vermietet. Die Wohnung im OG ist unglaublich günstig. (80qm für 300kalt)

Meine Eltern wohnen 300km von uns entfernt und mein Vater ist nun an einem inoperablen Krebs erkrankt und keiner weiss, wie lange es noch gut gehen wird. Ich möchte meine Eltern nun gerne her holen, da ich mich nun um sie kümmern möchte bzw. nach Ableben meines Vaters die Wohnung für meine Mutter über ihre Rente auch sehr gut finanzierbar ist.

Kann ich die Begründung dann wie folgt schreiben, dass diese hieb und stichfest ist?
Grund hierfür ist die Krebserkrankung meines Vaters (Gallengangkarzinom mit Infiltrierung der Leber) und der daraus resultierenden Pflege bzw. nach Ableben meines Vaters die Nähe zu meiner Mutter und da sie aufgrund der niedrigen Miete die Wohnung auch weiterhin über ihre Rente finanzieren kann.
Vielen Dank im Voraus!
Viele liebe Grüße,
Andrea

Liebe Andrea,

erstmals tut es mir sehr leid für Sie und Ihre Familie und ich wünsche Ihnen viel Kraft.
Als Grund können Sie selbstverständlich die Angaben so darstellen, wie Sie es hier eingefügt haben. Ich würde eventuell noch das hohe Alter Ihrer Eltern betonen in Bezug auf die Pflege und die Betreuung Ihrer Eltern. Zudem würde ich es vorziehen, die Entfernung von 300 km unter Angabe des genauen Wohnsitzes Ihrer Eltern anzugeben. Damit es Ihren derzeitigen Mietern ersichtlich wird, dass die Entfernung tatsächlich sehr weit ist.

Viele Grüße und nochmals alles Gute für Sie und Ihre Familie!

Vielen Dank noch für Ihre Antwort. Wir haben nun den Mietern fristgerecht zum 30.11.2013 gekündigt. Wie sieht eigentlich die rechtliche Grundlage aus, wenn der jetzige Mieter vorher eine Wohnung findet und frühzeitiger auszieht? Muss der Mieter uns dies in einem bestimmten Zeitraum mitteilen? Was passiert, wenn der Mieter einfach, sagen wir 2 Monate vorher auszieht ohne uns zu informieren....haben wir dann noch Anspruch auf die Miete bis zum 30.11.13??

Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus! Viele Grüße Andrea

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